WhatsApp bekommt personalisierte Werbung, was sagen Datenschützer dazu?
Geschrieben von Miriam Harringer, veröffentlicht am 11.07.2025Bisher ist der Messengerdienst WhatsApp werbefrei. Das soll sich bald ändern. Unter dem Reiter „Aktuelles“ wird es möglich sein, Werbung zu schalten. Wer sich dort nicht herumklickt, den betrifft dies also auch nicht. Bei der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in privaten Chats wird sich aber nichts verändern, so der Konzern.
Interessant dürfte es jedoch für Datenschützer an der Stelle sein, wo konsumierte Inhalte und das Nutzungsverhalten für die geplante personalisierte Werbung ausgewertet werden. So funktionieren die personalisierten Werbeausspielungen bereits bei Facebook und Instagram.
Der Konzern sagt, dass bei WhatsApp beispielsweise der Standort von Usern dafür genutzt werden wird. Welche weiteren Daten verwertet werden, ist bisher nicht ganz klar. Und auch nicht, ob über WhatsApp Daten in Verknüpfung mit den anderen Plattformen von Meta mit ins Spiel kommen, um personalisierte Werbung auszuspielen.
Denn das wäre nur mit einer transparenten Einwilligung erlaubt, so besagt es der Digital Markets Act der EU (DMA). Die Annahme, dass User der personalisierten Werbung zustimmen, sofern sie nicht widersprechen, reicht dafür nicht.
Wie die Werbung aussehen wird, hat das Unternehmen Meta in einer Mitteilung veröffentlicht.
Sprechen Sie uns gerne an, bei Fragen zu WhatsApp bekommt personalisierte Werbung, was sagen Datenschützer dazu?


Miriam Harringer,
Medien- und Kulturmanagerin sowie Redakteurin.
Auf unserem Blog schreibt sie Artikel für die Themenbereiche Datenschutz, Informationssicherheit und Künstliche Intelligenz.
Weitere Artikel
- iPhone gestohlen? Vorsicht vor dieser fiesen Phishing-Masche um Ihre PIN
- WhatsApp-Communitys im Unternehmen nutzen: Vorsicht vor datenschutzrechtlichen Risiken
- Ein Blick auf die Ausnahmen verbotener KI-Praktiken
- KI im Bildungsbereich: Was der AI Act jetzt regelt
- Ethik und Innovation vereint: Der AI Act am Weltmarkt
- IT-Sicherheits-Checkliste für Unternehmen
Verwandte Artikel
- Passkeys statt Passwörter: Wie funktioniert der unsichtbare Schlüssel?
- Was bedeutet „aktive Cyberabwehr“ im Sinne des neuen BSI-Sicherheitsgesetzes?
- Cyberangriff auf Kliniken: Wenn Dienstleister zum Sicherheitsrisiko werden
- Europäische Datenanalyse-Software anstatt US-Firma Palantir
- Fiese neue Betrugsmasche mit PayPal: Fake-Support lauert hinter echter Mail
- Signal-Messengerkonto „geklaut“ – was Sie jetzt tun sollten