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iPhones in der EU vorerst ohne KI-Siri: Droht Europa der digitale Rückstand?
Geschrieben von Kemal Webersohn, veröffentlicht am 24.06.2026Auf der jüngsten Worldwide Developers Conference (WWDC) stellte Apple die neue Version seiner Assistenzsoftware Siri mit integrierter Künstlicher Intelligenz (KI) vor. Die Software soll besonders tief in das System eingebettet sein und alltägliche Aufgaben durch Personalisierung deutlich erleichtern. Doch für europäische Nutzerinnen und Nutzer gibt es einen Dämpfer: Auf iPhones und iPads wird die neue KI-Siri in der Europäischen Union (EU) vorerst nicht verfügbar sein. Apple kritisiert in diesem Zusammenhang die EU-Kommission scharf.
Warum sperrt Apple aktuell die neue KI-Siri in der EU?
Der US-Konzern wirft der EU-Kommission vor, mit ihren Anforderungen die Privatsphäre und Datensicherheit der europäischen Nutzerinnen und Nutzer zu gefährden. Hintergrund ist der Digital Markets Act (DMA). Dieses EU-Gesetz soll verhindern, dass marktmächtige Tech-Riesen ihre eigenen Dienste bevorzugen.
Die EU-Kommission fordert von Apple eine vollständige Öffnung der Betriebssysteme für KI-Assistenten von Drittanbietern. Apple argumentiert dagegen, dass eine solch tiefe Systemöffnung, bei der fremde KI-Modelle weitreichenden Zugriff auf persönliche Daten erhielten, ein massives Sicherheitsrisiko darstelle.
Einen Kompromissvorschlag von Apple, wonach alternative KI-Modelle zwar Nutzeranfragen verarbeiten, aber keine Daten dauerhaft speichern dürfen, hat die EU-Kommission bislang nicht akzeptiert. Da Apple für iOS und iPadOS als sogenannter „Gatekeeper“ eingestuft ist, greift die Regulierung hier besonders streng.
Fazit: Datenschutz und digitaler Fortschritt im Konflikt
Dieser Streit zeigt das anhaltende Spannungsfeld zwischen europäischer Marktregulierung und den Produktstrategien internationaler Tech-Konzerne. Während die EU fairen Wettbewerb erzwingen möchte, nutzt Apple den Datenschutz als Argument, um sein geschlossenes Ökosystem zu verteidigen.
Sprechen Sie uns gerne an, bei Fragen zu iPhones in der EU vorerst ohne KI-Siri: Droht Europa der digitale Rückstand?


Kemal Webersohn,
Geschäftsführer der WS Digital Compliance GmbH und seit über zehn Jahren im Datenschutz und in der Informationssicherheit tätig.
Er schreibt außerdem auf unserem Blog zu Themen rund um Datenschutz, Informationssicherheit und die KI-Verordnung.
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