DSK-Merkblatt zur Verständigung im DSGVO-Bußgeldverfahren schafft Klarheit

Geschrieben von Miriam Harringer, veröffentlicht am 16.04.2026

Die Datenschutzkonferenz (DSK) hat ein Merkblatt veröffentlicht, das regelt, wie sich Organisationen und Aufsichtsbehörden in Bußgeldverfahren gütlich einigen können. Diese freiwillige „Verständigung“ kann Verfahren beschleunigen und die Höhe der Sanktionen beeinflussen.

Was ist das DSK-Merkblatt zur Verständigung?

Das Merkblatt der Konferenz der unabhängigen Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder (DSK) definiert den Rahmen für einvernehmliche Verfahrensabschlüsse in datenschutzrechtlichen Bußgeldverfahren. Ziel ist es, durch Transparenz und Kooperation eine effiziente Alternative zum langwierigen Rechtsstreit zu bieten. Das schont auch die Ressourcen von Aufsichtsbehörden.

Wie läuft eine Verständigung ab?

In der Praxis bedeutet dies, dass Betroffene (Unternehmen) und die Behörde über den Sachverhalt und mögliche Sanktionen wie Geldbußen gem. Art. 83 Abs. 1 DSGVO verhandeln. Hierbei gilt das „Answer-First-Prinzip“: Eine frühzeitige Kooperation und ein Geständnis führen in der Regel zu einer Reduzierung des Bußgeldes.

Wichtige Eckpunkte des Verfahrens sind:

  • Offenlegung des Sachverhalts und Zugabe des Verstoßes: Die Fakten müssen klar auf dem Tisch liegen.
  • Rechtliche Einordnung: Die Behörde gibt nach Verständigungsgespräch eine Einschätzung zur Schwere des Verstoßes ab.
  • Strafmaß: Es wird ein Korridor für das mögliche Bußgeld benannt.

Rechtliche Einordnung und Transparenz

Gemäß Art. 83 DSGVO müssen Bußgelder wirksam, verhältnismäßig und abschreckend sein. Das Merkblatt stellt sicher, dass trotz einer Einigung diese Grundsätze gewahrt bleiben. Für Organisationen bietet dies unter anderem den Vorteil von Planungssicherheit, da langwierige Gerichtsverfahren bestenfalls vermieden werden.

Warum die frühzeitige Beratung jetzt entscheidend ist

Das neue Merkblatt bietet Chancen, erfordert aber eine strategische Vorbereitung. Unternehmen sollten nicht unvorbereitet in Gespräche mit Aufsichtsbehörden gehen.

Als Datenschutzexperten empfehlen wir, bei Einleitung eines Bußgeldverfahrens sofort die rechtlichen Optionen einer freiwilligen Verständigung zu prüfen, denn es gibt je nach Fall unterschiedliche Vor- und Nachteile.

Haben Sie Fragen zu einem konkreten Fall? Wir mit unserer Datenschutzexpertise sind die richtigen Ansprechpartner, um Sie durch diesen Prozess zu führen.

Sprechen Sie uns gerne an, bei Fragen zu DSK-Merkblatt zur Verständigung im DSGVO-Bußgeldverfahren schafft Klarheit

Kemal Webersohn

Geschäftsführung
Christian Scholtz

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